Volkskrankheit Finanzierung. Wie gehen Freelancer damit um ?
Kaum haben sich die Banken wieder einigermaßen von der Krise erholt, da protzen viele wieder mit 0% Finanzierung um sich rum.
Dem kleinen Bürger gefällt vielleicht, was er da liest. Schließlich kann er sich dadurch einen großen Traum erfüllen wie zum Beispiel einen neuen Flat-TV oder eine teure Surround-Anlage.
Beim Kauf von Geräten (Gütern) mag das ja vielleicht akzeptabel sein. Aber wie gehen Dienstleister oder Freelancer damit um wenn es um geistige Schöpfung geht?!
Habt Ihr Euren Kunden schon mal einen Ratenkauf angeboten oder gar eine 0% Finanzierung alá Media Markt ?
Es mag durchaus Sinn machen dadurch einen geschätzen Kunden nicht zu verlieren oder gar einen neuen Kunden zu gewinnen. Jedoch habe ich persönlich von so einem Angebot noch nicht gehört. Das Dienstleistungsgewerbe ist dafür nicht bekannt, das man seine Webseite in Raten kaufen kann. wie würde es auch aussehen, wenn Agenturen mit einer 0% Finanzierung werben!
Ratenkauf hin oder her… die Aktion macht durchaus Sinn. Zumal man als Freelancer oder Einzelkämpfer, monatlich mit den eingehenden Raten vom Kunden ganz anders wirtschaften kann. Sollte der Kunde seine Rechnung auf mal begleichen, so kommt man schnell in die Versuchung eine große Investition zu tätigen. Anders ist es, wenn sich dieser Betrag auf 12 Monate aufsplittet.
Es mag ja viele Vorteile bei einem Ratenkauf geben. wie denkt Ihr darüber ? Macht Ratenkauf in unserer Branche Sinn oder ist es eher Unsinn? Und wird durch Ratenkauf das Design nicht mehr wertgeschätzt ?
Wie ist Eure Meinung dazu ?
Hallo, mein Name ist Patrick Offczorz und ich bin Grafik & Webdesigner. Auf "gfxpark" blogge ich über Themen die mit Webdesign & Selbstständigkeit zu tun haben und Berichte über meine Erfahrungen. Aktuelle Ereignisse berichte ich regelmäßig auf 














Ich weiß über einen Kunden, dass sein ehem. Dienstleister ihm die damalige Website zu einem monatlichen Mietpreis erstellt hat. Statt also X Euro für die Erstellung und ggf. einen überschaubaren wiederkehrenden Betrag für das Hosting zu zahlen, hat er eine Summe x Monat pro Monat überwiesen. Soweit ich weiß war der Vertrag unbegrenzt und beinhaltete auch die Pflege durch den Dienstleister.
Persönlich würde ich sowas nicht anbieten. Wenn du drei, vier Wochen am Stück an einem Projekt sitzt und am Ende bekommst du eine magere monatliche Gebühr musst du schon ausreichend passives Einkommen haben um dich über Wasser zu halten.
Da halte ich es eher mit Abschlagszahlungen für größere Sachen. Beispielsweise sitze ich u.a. an einem größeren Projekt für das ich jede Woche x Stunden reserviert habe und diese auch wöchentlich in Rechnung stelle. Zudem gibt es über Hosting, Wartungsverträge (technisch / inhaltlich), SEO, etc. Möglichkeiten monatliche Einnahmen zu generieren. Auch Mischformen sind denkbar. Man kalkuliert was man wenigstens für ein Projekt haben möchte und einigt sich im Anschluss auf x Raten zu y Euro, oder eine Beteiligung am Umsatz oder dergleichen.
Das sind alles legitime Gedankenspiele und alles hat seine spezifischen Vor- und Nachteile.
Ich persönloch würde einen Mietpreis auch nicht anbieten wollen. Was ist, wenn man mal nichts großes an der Webseite vornimmt aber dennoch seine Summe X kassiert. Klingt dann eher wie Abzocke. Gegenüber dem Kunden ist das nicht fair. Aber leider gibt es von solchen Menschen oder Angeboten zu viele.
Abschlagszahlungen halte ich auch für die bessere Wahl. Man könnte auch mit festen Preisen arbeiten für die Pflege bzw. Wartung. so bleibt es auch für den Kunden überschaubarer.